Architekturanalysen
für ein Reengineering-Projekt
Projekt: Firmware eines Testgeräts im
Embedded Bereich
Umfang: 1,5 MLOC C/C++
Um die Wartbarkeit eines gewachsenen
Systems sicherzustellen, musste für das
System eine Architektur aufgestellt werden.
Dazu wurden manuell Entwurfsdiagramme in
einem CASE-Tool gezeichnet. Auf Grund der
Größe des Systems konnte zunächst nicht
gewährleistet werden, dass die
nachgezeichnete Architektur bis ins Detail
mit der Realität im Quellcode
übereinstimmte.
Um dies zu prüfen, wurde die
nachdokumentierte Architektur aus dem
CASE-Tool exportiert und mittels der Axivion
Bauhaus Suite gegen die Realität im Quellcode
geprüft. Dabei wurde eine Vielzahl von
Abhängigkeiten aufgedeckt, die in der
Architektur so nicht erwartet waren.
Während der Wartung des Systems kam
zusätzlich der Ansatz der
hypothesengetriebenen Architektur-Recovery
zum Einsatz. Dieser Ansatz sieht vor, dass
einzelne Entwickler ihre Vermutungen über
das, was im Quellcode implementiert ist,
modellieren, bevor sie an diesem Teil des
Quellcodes eine Wartungsaufgabe durchführen.
Durch die Architekturprüfung der Axivion
Bauhaus Suite ist eine zeitnahe und
aufgabenbezogene Rückmeldung des
Prüfungsergebnisses möglich. Die Entwickler
können das Modell im Dialogbetrieb direkt
verfeinern und anpassen, so dass im Ergebnis
eine maximale Gewissheit über die Situation
im Quellcode erreicht wird.
Zusätzlich geht durch die Kodifizierung
der Architektur das Wissen um die Situation
in dem betreffenden Stück Software nicht
wieder verloren, sondern bleibt dem
Entwickler oder seinen Kollegen für die
spätere Verwendung erhalten.
Die Möglichkeiten der Architekturprüfung
und die Freiheit, praktisch beliebige Daten
mittels XML- und Text-Schnittstellen Im- und
Exportieren zu können sowie Analysedaten und
-sichten der normalen Versionskontrolle zu
unterstellen sind wesentliche Faktoren für
den erfolgreichen Einsatz der Axivion Bauhaus
Suite in diesem Umfeld. Zum Seitenanfang...
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